Parasiten-Management in der Aufzucht

Ein rechtzeitiger Einstieg in ein nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtetes Parasiten-Management kann der Entstehung einer gravierenden Resistenzproblematik in der Aufzucht vorbeugen.

 

Optimiertes Parasiten-Management auch in der Aufzucht

Mit dem Zusammentreffen von Fohlen aus den verschiedensten Herkunftsbeständen ist in den Aufzuchtbeständen ein erhebliches Risiko verbunden, dass resistente Parasitenpopulationen eingeschleppt werden. Diese können sich nachfolgend in der ganzen Herde verbreiten und später auch wieder in die ursprünglichen oder neue Bestände übertragen werden. Im Hinblick auf eine Eindämmung der Resistenzproblematik ist daher auch in diesem Bereich eine Optimierung des Entwurmungsmanagements von erheblicher Bedeutung. Dies betrifft vor allem den richtigen Zeitpunkt der Verabreichung und die für den jeweiligen Zweck optimale Wirkstoffwahl. Der intensivste Einsatz von Entwurmungsmitteln findet in der Schweiz bei jungen Pferden bis zu einem Alter von 4 Jahren statt. Ein früher Einstieg in ein nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtetes Parasiten-Management kann der Entstehung einer gravierenden Resistenzproblematik in nachfolgenden Jahren vorbeugen. In den vergangenen Jahren konnten wir im Rahmen unserer Dienstleistungen in einer Reihe von Zucht- und Aufzuchtbeständen sehr umfangreiche und aufschlussreiche Erfahrungen mit dem Parasiten-Management unter den Bedingungen der für die Schweiz typischen Aufzuchtpraxis sammeln. Die Optimierung der Kontrollmassnahmen hatte in allen Fällen eine Reduktion des Wurmmitteleinsatzes zur Folge, ohne dass die Tiergesundheit beeinträchtigt war. Gemäss dem Leitsatz ‚So viel wie nötig, so wenig wie möglich‘ erhalten die Pferde alle notwendigen Behandlungen, eine ,Überbehandlung‘ finden jedoch bei einer optimierten Überwachung nicht mehr statt. Die getroffenen Massnahmen stützen sich wie bei den erwachsenen Pferden unter anderem auf Kotanalysen ab, das Untersuchungsmuster und die aus den Resultaten gezogenen Rückschlüsse unterscheiden sich jedoch von der Situation bei den älteren Pferden.

 

Massgeschneiderte betriebliche Kontrollkonzepte sind erforderlich

Sehr wesentlich ist in den Aufzuchtbeständen die Kenntnis der Resistenzsituation und ein darauf aufbauendes, effizientes Resistenzmanagement. In diesem Bereich kann der grösste Beitrag zu einer Einsparung unwirksamer Behandlungen und damit auch auf Kostenebene erzielt werden. In noch stärkerem Umfang als in den Pensionsställen entwickeln wir für jeden Zucht- und Aufzuchtbestand ein massgeschneidertes Konzept für die Parasitenkontrolle, in dem eine detaillierte tierärztliche Analyse der Haltungs- und Managementbedingungen, verbunden mit einer Bestandesvisite sehr wesentliche Elemente darstellen.

 

Parasiten-Management wird anspruchsvoller

Dadurch, dass die jüngeren, für Parasiteninfektionen empfindlicheren Pferde ein deutlich höheres Mass an spezifischer Aufmerksamkeit benötigen, kommt Ihnen als Verantwortungsträger in diesem Segment eine besonders wichtige Rolle zu. Im Vergleich zu der Situation von vor einigen Jahren ist das Parasiten-Management speziell in der Aufzucht heute deutlich komplexer und damit anspruchsvoller und schwieriger geworden. In wenigen Jahren wird ein Diagnostik-gestütztes, Evidenz-basiertes Parasiten-Management auch in den Schweizer Aufzuchtbeständen zum Standard gehören. Gerne bieten wir Ihnen an, unsere mit einer grossen Zahl von Pferden erzielten mehrjährigen Erfahrungen bereits jetzt in Ihren Bestand einzubringen und Ihnen als Partner bei der Etablierung eines zukunftsorientierten Parasiten-Managements zur Verfügung zu stehen.

 

Kontakt & Anfrage

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme unter: hubertus.hertzberg@healthbalance.ch